Auf der Suche nach einem Abenteuer?
Effekte · Werte · Würfel
In einer längst besiegten Welt stellen sich nur Helden der ewigen Dunkelheit.
Was ist SideQuest?
Ein strategisches Abenteuer-Kartenspiel. 1–3 Helden gegen einen heimtückischen Gamemaster.
Kämpfe mit Waffen, Zaubern und Kreaturen gegen die Monster des Gamemasters, um am Ende gegen den Boss zu siegen.
Kein Spiel gleicht dem vorherigen.
Über 200 verschiedene Karten – für unendliche Abwechslung in jeder Partie.
Demo
Alle Hoffnung ist verloren.
Die Welt hat sich endgültig gegen den Menschen gewendet.
Für tausende von Jahren versuchte man fanatisch, den Glauben an das Gute und Heilige zu wahren. Spirituelle und transzendentale Dimensionen wurden erforscht, wodurch sich der Mensch über die Grenzen von Fleisch, Knochen und Atem hinaus entwickeln konnte. Meister des Zaubers, gesegnete Ritter und weitere, durch verzweigte Glaubensrichtungen und Gilden hervorgebrachte Träger der Hoffnung, lehnten sich gegen das Böse auf. In silbernen Hallen, unter brennenden Bannkreisen und vor Altären aus Marmor schworen sie, das Licht zu bewahren. Doch dies feuerte den scheinbaren Hass der Welt gegenüber den Menschen nur noch weiter an.
Naturkatastrophen, Pest und Apostel des Grauens vermehrten sich unaufhaltsam. Erdbeben rissen Städte in zwei Hälften, schwarze Stürme fegten über die Felder, und aus den verseuchten Sümpfen krochen Wesen hervor, deren bloßer Anblick den Verstand zersetzte. Schließlich wurde die Zahl der Menschen auf einen Bruchteil dezimiert. Von dem, was vor nicht allzu langer Zeit noch ein lebendiges Treiben in prunkvoll erbauten und oft bis in den Himmel ragenden Städten, Dörfern, Kathedralen und Schlössern war, sind heute nicht mehr als dunkle und verlassene Ruinen übrig geblieben. Türme stehen gebrochen wie alte Knochen im Nebel, leere Fensterhöhlen starren in die Nacht, und über den Pflasterstraßen liegt Staub wie Asche.
Die wenigen Überlebenden haben sich zurückgezogen und auf wundersame Art bewältigt, weiterzuleben. Einige mussten dafür mit ihrem Verstand büßen. Sie flüstern mit Schatten, meiden das Tageslicht oder starren stundenlang in das Feuer, als könnten sie darin die Welt von früher noch einmal sehen.
Der Kampf ums Überleben war für den Menschen schon immer unverhältnismäßig hart. Der Mensch war ein weiches Wesen in einer Welt aus Zähnen, Klauen und gewaltigen Körpern. Er kam ohne Panzer, ohne Flügel, ohne Reißzähne und ohne die rohe Kraft jener Geschöpfe zur Welt, die draußen in den Wäldern, Sümpfen und Gebirgen lauerten.
Bereits gewöhnliche Vögel konnten einem Kind wie dunkle Riesen erscheinen. Ihre Krallen rissen Holz und Fleisch, und ihre Schreie hallten wie Warnrufe über verlassene Täler. Dadurch konnten selbst sie, als eine der allgegenwärtigsten Tiergattungen, eine ernsthafte Bedrohung darstellen.
Darüber hinaus tragen einige Kreaturen nicht nur Hunger, sondern auch List in sich. Nur wenige humanoide Gattungen verwenden Sprachen, doch die meisten verfügen über hochentwickelte Gemeinschaften und Hierarchien. Manche jagen in lautloser Ordnung, andere errichten Nester, Lager oder unterirdische Bauten, die beinahe wie fremdartige Königreiche wirken. Darüber ist jedoch nur wenig bekannt, da niemand lange genug überlebte, um von solcherlei Beobachtungen zu berichten.
Die Menschen konnten ihr Überleben nur durch tägliches und überaus hartes Kämpfen sichern. Eine Heimat zu erbauen war durch zahlreiche Rückschläge und immer wiederkehrende Überfälle durch Naturgewalten äußerst zehrend. Mauern wurden errichtet und wieder eingerissen, Felder bestellt und vom Sturm verschlungen, Brunnen gegraben und von giftigem Schlamm gefüllt. Jedoch gelang es den Urvätern, Städte und Festungen zu errichten, die den Menschen für mehrere Jahrhunderte Schutz boten.
Sie wurden während dieser Zeit immer weiter ausgebaut, sind daher sehr verschachtelt und türmen sich oft mehrere hundert Meter bis in den Himmel. Enge Brücken verbinden steinerne Türme, Treppen winden sich durch dunkle Schächte, und ganze Wohnviertel klammern sich wie Schwalbennester an gewaltige Mauern. Meist standen diese Festungen dort, wo die Welt selbst als Mauer diente: auf steilen Bergen, an tiefen Seen, hinter Schluchten, Felswänden oder anderen natürlichen Barrieren.
In dieser längst vergangenen Zeit des Schutzes vor Kreaturen und Naturkatastrophen konnte sich die Menschheit beinahe ungehindert weiterentwickeln. Sie schaffte es, aus seltenen Metallen, seltsamen Steinen und Stoffen, die nur an den gefährlichsten Orten der Welt gefunden wurden, Werkzeuge, Waffen und Rüstungen zu schmieden, die den Gesetzen der Natur zu trotzen schienen. Klingen schimmerten wie gefrorenes Mondlicht, Rüstungen trugen eingravierte Versprechen des Lichts, und manche Hiebe beschworen Blitze, die sich gegen ihr Ziel richteten.
Gleichzeitig wurden tiefgehende Narrative der Hoffnung und des Glaubens entwickelt, um den vom strapazierenden Alltag geprägten Menschen seelische Stärke zu schenken. Apostel des Lichts studierten Natur, Mensch und alles, was hinter dem sichtbaren Schleier der Welt verborgen lag.
Es wurde aktiv daran geforscht, den Geist des Menschen zu weiten, bis er mehr wahrnahm als bloß Stein, Wind und Schatten. Nach einigen Jahrhunderten gelang es, ein umfassendes Bewusstsein über den Menschen und die Welt zu etablieren. Darüber hinaus gelang es durch die Verbindung von irdischem Wissen und heiliger Lehre, den Menschen für Kräfte empfänglich zu machen, die nicht aus dieser Welt zu stammen schienen. Manche konnten Stimmen aus fernen Sphären hören, andere sahen Risse im Raum wie feine Sprünge in Glas. Dies jedoch gelang nur den ambitioniertesten Weisen und erforderte lebenslanges Training.
Abseits dessen wurden unter streng militärischer Disziplin Soldaten ausgebildet und mehrere Kampfstile entwickelt, die den natürlichen Nachteil des Menschen gegenüber den tödlichen Kreaturen der Außenwelt ausgleichen sollten. Auf blutgetränkten Übungsplätzen lernten sie, unter Klauen hinwegzutauchen, gegen übergroße Gegner zu kämpfen und in Formationen zu stehen, wenn der Boden unter ihnen bebte.
Doch von Generation zu Generation entwickelten sich nicht nur die Menschen weiter und wurden stärker, sondern auch die Welt samt ihrer Schrecken wurde immer tödlicher.
Die Gelehrten erkannten schließlich, dass Wälder, Kreaturen und Seuchen schneller neue Formen annahmen, als der Mensch ihnen folgen konnte. Wälder wuchsen dichter, als Äxte sie lichten konnten. Wurzeln sprengten Straßen und Fundamente, Dornenranken kletterten über Mauern, und Vieh, das einst gejagt wurde, begann selbst Jagden zu planen.
So kam es, nach Jahrzehnten zunehmend anspruchsvollerer Kämpfe gegen Kreaturen, Pest und Katastrophen, dass sich die Menschen nicht mehr hinter den Wänden ihrer antiken Gemäuer zu schützen vermochten. Die Festungen, einst Symbole menschlicher Stärke, wurden zu steinernen Fallen. Ihre hohen Mauern hielten nicht mehr das Grauen draußen, sondern schlossen die Menschen mit ihrer Angst ein. Sie wurden zu einem einfachen Ziel und mussten sich verstreuen.
Die Zahl der Menschen nahm rasend ab, bis nur noch ein Bruchteil von ihnen übrig war. Nun gibt es nur wenige kleine Gemeinschaften von Menschen, die sich in ihrer Lebensweise spezialisiert haben. Einige ziehen mit gezähmten Kreaturen umher, beladen mit Zelten, Laternen und in Ruinen geborgenen Waffen. Andere verstecken sich in den Baumwipfeln der Riesen, wo ihre Hütten zwischen Blättern so groß wie Segel hängen. Wieder andere leben tief in Bergen, hinter Toren aus schwarzem Erz, oder auf abgeschotteten Inseln, umgeben von Nebel, kaltem Wasser und dem ständigen Gefühl, dass etwas unter der Oberfläche wartet.
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